Die Physiotherapie
behandelt in ihrer Form Krankheiten ganzheitlich und sucht nach ihren Auslösern
eines Individuum. Sie behandelt also nicht, wie in der allg. Schulmedizin, "nur"
die Krankheit, um den normal möglichsten Zustand eines jeden Menschen wieder zu
finden und herzustellen. Dabei können unterschiedliche Reizformen mit eingesetzt
werden, wie Wärme, Kälte, Druck oder Strahlung.
Krankengymnastik oder Physiotherapie umfasst die passive und aktive Technike sowie
die aktiven Techniken der Gangschule.
Bei passiven Techniken wird dem Patienten kein Zutun abverlangt, dennoch sollte
er bewusst wahrnehmen, was mit ihm geschieht. Hier zählt mit die Lagerung und das
passive Bewegen durch den Physiotherapeuten, die Physiotherapeutin oder den Patienten
selbst. Mittels Bewegen durch Lagerung wird die Ernährungssituation verbessert und
verhindert einseitigen Druck auf Körperstellen und liefert Dekubitusprophylaxen
und Heilung, Erhaltung des Bewegungsausmaßes bzw. Wiederherstellung des vollen Bewegungsausmaßes,
Vermeidung von Bewegungseinschränkungen und Verbesserung der Wahrnehmung bei gestörter
Körperwahrnehmung und Koordination als Vorbereitung nachfolgender aktiver Bewegung.
Aktive Bewegungen des Körpers sind Stellungsveränderungen von Körperteilen um Achsen
in den Gelenken durch Arbeit der Muskeln, die gegen eine äußere Kraft arbeiten,
über mehrere Gelenke ziehen und sich miteinander oder nacheinander kontrahieren,
dynamisch oder statisch für Bewegen oder Halten bzw. beides. Sie werden als Bewegungsabläufe,
Bewegungsfolgen oder Bewegungsmuster bezeichnet.
Die Ziele der Gangschule ist abhängig von Alter, Geschlecht, persönlicher Lebensbedingung
wie auch seelischer Verfassung. Gangmechanismen sind vielfältige Bewegungsabläufe,
die miteinander zusammenwirkend verstanden werden müssen.