Wärmebehandlungen
Wärme ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahmen für die krankengymnastische
Behandlung.Wärme/Hitze wird eingesetzt in Form von heißer Rolle.
Wärme wird eingesetzt:
- Zur Tonussenkung der Muskulatur bei starken Verspannungen (tonussenkend oder aufbauend,
je nach Technik),
- zum Ödemabbau bei schmerzhaften Muskelansatzreizen und chronischen Schwellungen,
- zur Durchblutungssteigerung,
- um die Durchblutung zu fördern,
- Ver- bzw. Fehlspannungen in Muskulatur und Bindegewebe positiv zu beeinflussend und
- schmerzlindernd zu wirken.
Die Heiße Rolle
besteht aus mehreren Lagen Tüchern, die von innen Wärme abstrahlen. Es soll zu einer
raschen Erwärmung mit geringer Hautfeuchtigkeit kommen, aber niemals zu einer Schweißbildung.
Die heiße Rolle wird bei Schlafstörungen, Verstopfungen, Atemwegserkrankungen, chronisch
schmerzhaften Zuständen (z.B. Tennisarm, muskulären Verspannungen) angewandt.
Die heiße Rolle vorsichtig auf die zu behandelnden Körperpartien des Patienten gebracht
wie ein Nudelholz auf der zu behandelnden Stelle massierend hin und her gerollt.
Ist das äußere Tuch abgekühlt, beginnt man eine "Gegenrolle" zu entwickeln, in dem
das oben liegende Handtuch langsam zur Gegenseite aufgerollt wird, sodass immer
mit dem heißen Tuch auf der betroffenen Körperregion gearbeitet werden kann. Dieser
ganze Vorgang geht langsam vonstatten, denn die heiße Rolle hält ihre Anfangstemperatur
um den Kern sehr lange. Die Behandlungsdauer beträgt etwa 15 – 20 Minuten.